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Bei
jedem einfachen Bürger wenn er nicht gerade ein Verrückter
oder Debiler ist kann man zu jeder Zeit, wenn man ihn tätig
vorfindet, fragen, was er denn gerade tue und welchem Zweck diese seine
Tätigkeit diene: was er denn mit seiner gegenwärtigen Tätigkeit
bezwecke: welches Ziel er mit seiner momentanen Tätigkeit anstrebe?
Und
der Befragte wird daraufhin imstande sein, eine vernünftige Antwort
zu geben denn der Mensch ist ja von Natur aus vernunftbegabt,
und wenn der einfache Bürger etwas tut, dann weiß er in der
Regel auch ganz genau, was er damit bezweckt!
Nicht
aber so der hohe Amts- und Würdenträger der Bundesrepublik
Deutschland. Sein ganzes Treiben richtete sich im Laufe seiner politischen
Karriere offensichtlich nur darauf aus, ein immer höheres Pöstchen
zu ergattern und dann aus dem jeweiligen Amt den umfassendsten persön-lichen
Profit für sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu ziehen
sei es durch zusätzliche Aufsichtsratsposten, die sich,
durch sein Amt bedingt, darboten, oder sei es gar durch Bestechungsgelder
an einem neutralen Ort ohne Zeugen in einem neutralen Briefumschlag
übergeben, mit der entlastenden verbalen Floskel, daß dies
Geld seiner Partei doch bestimmt dienlich sein könne , wobei
das sicherlich nicht selten der letzte Moment eines Zusammenhanges dieses
Geldes mit der Partei war.
In
entsprechender Weise bot auch die Mitgliedschaft im Parlament und hier
besonders im Bundestag ein ganzes System lukrativer Nebeneinnahmen
sei es dabei nur für die einzelnen Abgeordneten persönlich
oder möglicherweise auch nur für ihre Parteien.
In einer Vielzahl von Ausschüssen lassen sich ja in regel-mäßigen
Abständen Beratungen über neue Gesetzesent-würfe initiieren,
welche ganze Lobbygruppen zu bedrängen vermögen seien
es die Banken, Versicherungen, Chemie-, Rüstungs- oder Autokonzerne,
Ölgesellschaften, Lebens-mittelkonzerne oder andere mehr.
In
der Lobbyliste des Deutschen Bundestages sind dann auch alle jene Firmengruppen
mit ihren wirtschaftlichen Interessenverbänden schon eingetragen
und haben so jederzeit mit ihren Geldgeschenken Zugang zu den Abgeordneten.
Der einfachste Weg, einen Gesetzesentwurf, der einem Industriezweig
wirtschaftlich weniger Gewinne einbringen würde, zu boykottieren,
ist sicherlich immer noch der Weg der persönlichen Geldübergabe:
ohne Zeugen und in einem neutralen Briefumschlag an die Mitglieder eines
solchen Ausschusses natürlich nicht, ohne zu erwähnen,
daß es nur eine kleine Aufmerksamkeit der Firmengruppe an die
Partei ist und unter dem Bewußtsein, daß es jener Firmengruppe
letztlich egal ist, ob der Abgeordnete das Geld je an seine Partei weiterleitet
oder für sich selbst behält.
Die
Sache läßt sich auch nie mehr überprüfen, denn
die Parteifinanzen sind ja den Behörden nicht zugänglich
mit Ausnahme des Bundestagspräsidenten und jener behörd-lichen
Machtmanipulationen, mit denen sich die etablierten Parteien mittels
fingierter Hausdurchsuchungen per Beschlagnahme der Finanzunterlagen
der neuen, uner-wünschten Parteien bemächtigen wobei
deren Mitglieder doch noch gar nicht in jenen lukrativen Parlaments-ausschüssen
sitzen; und wenn es dereinst wirklich so wäre, dann wären
sie ohnehin in der Bestechlichkeit nicht gefuchst genug.
Bislang
kann der einzelne Abgeordnete nach dem Gesetz solche Gelder von den
verschiedensten Interessengruppen entgegennehmen.
Allerdings wird er dabei schon offiziell angehalten, dieses Geld entweder
an seine Partei weiterzuleiten oder es, soweit er es selbst behält,
seinem Finanzamt als persönliche zusätzliche Einnahme zu melden,
damit es versteuert werden kann.
Nun
muß es ja auch bei solchen Geldübergaben nicht gerade Zeugen
geben wie in den Büros der Abgeordneten , und in Ergänzung
hierzu bieten bestimmte Länder der Welt gerade um Deutschland herum
einen speziellen diskreten Service des Besitzes von Nummern-Bankkonten
an, von deren Existenz niemand etwas erfährt.
Für
die betroffenen Wirtschaftsunternehmen hat sich der Einsatz dann schon
gelohnt, wenn die unerwünschte Gesetzesvorlage wieder in der Schublade
verschwindet oder wenigstens abgewandelt, modifiziert, moduliert: manipuliert
wird und schließlich ist Bestechungsgeld für Wirtschafts-unternehmen
ja auch noch steuerabzugsfähig.
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